Cascais

Aus den knapp zwei Wochen Cascais (sprich: Kaschkäisch) werden wohl drei Monate, solange haben wir uns nämlich hier in der Marina für die Winterpause eingebucht. Nach kurzen Verhandlungen mit der freundlichen Marinaverwaltung hat man uns diverse Rabatte und Vergünstigungen eingeräumt, so dass wir wieder bei erträglichen Ostseetarifen liegen.

Zuvor haben wir uns die in Lissabon liegenden Marinas angesehen, dabei würden wir uns jedoch deutlich verschlechtern. Entweder liegen die Marinas eingerahmt zwischen Hauptverkehrsstraße und Bahnlinie oder fallen bei Niedrigwasser teilweise trocken. So bieten sie uns keine Alternativen.
Hier in der Marina Cascais haben wir uns durch freiwerdende Liegeplätze weiter in den Innenhafen verholen können, so dass wir jetzt geschützt vor Wind und Schwell sehr ruhig liegen. Beim „Hafentest“ am vergangenen Wochenende (wieder mit heavy waves-Warnung) sind 4- 5 m Wellen bis über die Hafenmole gespritzt, aus 50 m Entfernung haben wir spektakuläre Bilder gemacht.

Wellenbrecher bei der Arbeit

Von der Marina aus können wir Bäcker, Markthalle und Ortskern mit Geschäften und Restaurants sowie sogar einen Waschsalon fußläufig bequem erreichen. Der Bahnhof liegt 15 Minuten entfernt, von dort aus pendelt bis auf wenige Stunden nach Mitternacht alle 20 Minuten ein Zug zwischen Lissabon und Cascais. Ein Service, den wir gerne und schon oft für kleines Geld in Anspruch genommen haben. Die Trasse führt entlang der Küste mit tollen Aussichten auf den Atlantik und den Tejo.
Durch unseren Spanienaufenthalt haben wir uns einige Brocken spanisch angeeignet. Diese Kenntnisse helfen uns hier jedoch nicht weiter. Portugiesisch hat Ähnlichkeiten mit dem Spanischen, jedoch eine deutlich andere Aussprache und wird, wie wir finden, sehr schnell gesprochen. Ein Sprachrhythmus oder die Sprachmelodie haben sich uns noch nicht erschlossen, so dass wir zur Zeit viel englisch sprechen. Damit ist eine Verständigung mit den jüngeren Leuten immer problemlos möglich. Auffällig bei der portugiesischen Sprache ist, dass Worte die mit einem „s“ enden, immer mit „sch“ gesprochen werden, das trifft auch auf die Mehrzahl der Worte zu, bei denen ein „s“ im Wort steht. Manchmal werden auch Worte mit „sch“ gesprochen wenn kein „s“ im Wort oder am Wortende steht. Ob es sich dabei um eine Sprachregel handelt oder am Kaugummi oder an fehlenden „Beißerchen“ liegt, haben wir noch nicht feststellen können.
Nach unseren derzeitigen Planungen werden wir im Februar 2018 weiter die Küste zur Algarve runter segeln und ins Mittelmeer abbiegen – Gibraltar- Ostern Balearen – Sommer Elba, Korsika, Sardinien, überwintern vielleicht auf Sizilien. Da wir im Moment seglerisch nicht ganz so viel erleben, werden auch unsere Blogeinträge eher von Landerlebnissen geprägt sein.

An diesem Wochenende findet in unserer alten Heimat Nottuln der Martinimarkt statt. Wir zeigen Flagge und grüßen herzlich die Akteure von Polizei und Ordnungsamt.

Columbia mit Nottulner Flagge zum Martinimarkt

2 Comments

  1. Monika Bodem

    Oh gutes Quartier fuer Schiff und Besatzung.
    Nach der anspruchsvollen Ueberfahrt……wuenschen wir nun….
    trotz aller „ sch“ „sch“ „ sch“ frohe sonnige Wintermonate in Cascais.
    ……mit „Fado“….“ Mariscos“….Ausflügen nach Lisboa und Umgeburg.

    Und auch von uns, von ganz unten, Gruesse zum Martinimark nach Nottuln
    Monika

  2. Jule

    Hallo Oma und Opa, ich war gerade noch auf der Kirmes beim Martinimarkt. Ich habe ganz viele Lose gezogen und ganz viel gewonnen. Gestern haben wir auch das große Feuerwerk gesehen. Es war sehr schön. Viele Grüße eure Jule.

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