Essen und Trinken

Von mmmhh lecker bis igitt!!!

Gemüse

 

Pasta-Kur in Imperia (2019)

Das Sommerdomizil der italienischen Großfamilien hat noch den Hauch der Touristenhochburgen der 70er Jahre, noch nicht aufgehübscht, wo die knatternden Vespas fast über den Tisch fahren und die Preise erschwinglich sind. Auf der Suche nach dem Waschsalon haben wir sie gefunden – diese kleinen Familienbetriebe, wo Papa sich um die Pizzen, Mama sich um die Pasta kümmert, während die Tochter den Service übernimmt.

Wenn man solch eine Trattoria erst mal betreten hat, ist man hoffnungslos verloren, denn man kann den Genüssen einfach nicht widerstehen. Der Skipper hätte gewarnt sein müssen, sind doch zuvor einige stämmige Italiener aus dem Lokal gekommen, die auf dem Gehweg erst einmal ihre Gürtel lockern mussten. Spaghetti Vongole mit einer Traum – Weißweinsauce. Eine Straße weiter, ein ebensolcher Familienbetrieb mit nur 4 Tischen und einer super kleinen Speisekarte. Geboten wird Pasta mit frischen Steinpilzen und Trüffeln. Gnade, oh Bella Italia! 

Essen und Trinken in Spanien – ein Resümee (April 2019)

Nachdem wir nun Spanien verlassen haben, ist es an der Zeit für eine Nachbetrachtung. Wenn man die internationale Küche in den Touristenhochburgen mal außen vor läßt, ist die spanische Küche durchweg gesund und lecker. Das Frühstück wird in kleinen Cafés in geselliger Runde eingenommen, es besteht aus einem kleinen Kaffee evtl. mit etwas Gebäck wie Croissants, Churros (fritierte Teigstangen) mit oder ohne Schokoladendip, echt spanisch: eine getoastete Brötchenhälfte mit rohem Tomatenmus mit Salz und Olivenöl. Man sieht auch schon ein kleines Glas Wein oder Bier im Übergang zum Mittagessen. Zum Media-Dia von 13 bis 16 Uhr treffen sich die Spanier und bestellen das Menu de Dia, Vorspeise – Hauptgericht – Dessert oder Kaffee (7 – 15€) Das ist immer mediterrane leichte Küche – diverse Salate / Gazpacho (kalte Suppe) /eine Kleinigkeit mit Fisch (wir haben gern Boqueronnes bestellt – fritierte Sardinen) /ein Teller Pimientos (fritierte Babypaprika) …anschließend eine Portion Paella/ gebratenen Fisch / Patata bravas (Kartoffelecken)/ eine Ecke Tortilla und zum Dessert ein kleines Stück Mandelkuchen oder Flan caramel oder nur einen Espresso. 

Auffällig für uns war fast durchweg die Abwesenheit von Knoblauch im Essen. Die Frühstück-Cafebars schließen mit den Geschäften um 14 Uhr. Bis 17.00 Uhr sind dann die Straßen wie ausgestorben – Siesta, auch im Stadtzentrum nur die großen Einkaufszentren und Supermärkte haben durchgehend geöffnet. Sowohl beim Frühstück als auch zum Mittagessen sieht man Leute aller Gesellschaftsschichten, der Banker im Anzug – Polizisten in Uniform, die Senioren mit den Enkeln, die Hausfrauen auf dem Weg von oder zum Einkaufen – junge Leute mit Aktenmappen und wir. Nicht gewöhnen konnten wir uns an die späten Essenszeiten. Die Hauptmahlzeit wird abends eingenommen, die Lokale öffnen um 20.30 Uhr, aber die Gäste kommen erst um 22.00 Uhr, denn im Sommer ist es tagsüber zu heiß. (Aus Gewohnheit wird an der späten Abendessenszeit jedoch auch im Winter festgehalten.) Die jüngere Generation trifft sich schon vorher und genießt Tapas mit Wein oder Bier, das eigentliche Abendessen fällt dann aus. Unser Favorit waren ohne Zweifel die vielen leckeren Tapas, (kleine Appetithäppchen) die überall, oftmals in speziellen Tapasbars angeboten werden.

Es ist leicht möglich sich nur von den vielfältigen Tapas zu ernähren und das folgende Hauptmenü auszulassen. Tapas bestehen hauptsächlich aus Fisch und Meeresfrüchten, frischem Olivenöl und Gemüse, wie kleine Pimentos (kleine) Paprika. 

Paella Valenciana

Die Paella wird von den Spaniern nur mittags gegessen. In den Supermärkten werden riesige Pfannen zubereitet. Basis ist Reis (z.B. aus Valencia), der besonders robust ist und sich dafür optimal eignet. Er wird gegart mit einer Gewürzmischung, die ihn sehr schmackhaft macht. Daneben gibt es immer auch eine Paella auf Nudelbasis (Fideos – kleine Hörnchen) und eine Paella Negra (Marinara) – mit Tintenfischtinte gefärbt und mit Fischstücken, Garnelen und Muscheln belegt. Die Paella Valenciana ist recht einfach, wichtige Zutaten sind dreierlei Bohnen, Tomaten sowie Kaninchenfleisch, Huhn und Artischocken hier in Valencia immer mit Schnecken. Nach unserer Einschätzung ist eine Paella ursprünglich ein „arme Leute Essen“. Man bekam für wenig Geld viele Personen satt. Fisch oder Huhn in der Paella gab es an Feiertagen oder wenn man Jagdglück hatte Kaninchen, Schnecken gibt es in jedem Garten. Die Schnecken werden auch heute noch auf den Märkten und Markthallen in Säcken und diversen Qualitätsstufen angeboten. Wir haben das mal probiert, nichts für uns. Die Schnecken sind nicht wie Weinbergschnecken vorbereitet, sondern werden so wie sie sind mitgegart, also mit Innereien und Verdauungsapparat. Eine spanische Paella hat nichts mit den Paellas in den Touri-Lokalen zu tun, wo Paellas dick belegt mit Gemüsen und Huhn oder Kaninchenfleisch sind. Interessant zu sehen war, dass der Reis in die riesigen Pfannen gestreut wird und dann die gesamte Flüssigkeit aufnimmt; besonders gut gemachte Paellas zeichnen sich durch ein leicht angebratene Bodenschicht aus. Umrühren verboten, trotzdem ist die Paella trocken und saftig zugleich. Dafür eignet sich die besondere Reissorte aus dem Sumpfgebiet Albufeira am Ortsrand von Valencia vorzüglich. Eigentlich geht’s nur mit dieser Sorte, wenn’s gelingen soll. Eine ganz wichtige Einrichtung, wie wir finden, sind die zahlreichen in den Straßenzügen ansässigen „Viertelküchen“. Essen auf Rädern haben wir außer den überall anzutreffenden Pizzalieferdiensten nicht gesehen.

Überwiegend Senioren suchen die Viertelküchen auf und holen sich für kleines Geld ihr Essen ins Haus. Die Gerichte der spanischen Hausmannskost sind schmackhaft, wie wir selbst getestet haben, kein Catering sondern täglich frisch zubereitet, z.B. alle Arten von Paella, Reiseintopf, gegarte Hühnchenteile, Pastagerichte wie Lasagne oder gefüllte Auberginen und Paprika und diverse Salate. Die Küchen waren immer gut besucht und erfüllen eine wichtige gesellschaftliche Rolle. 

Tajine (Juni 2018)

Gerichte aus der Tajine haben wir bei unserem Ausflug nach Marokko kennen und schätzen gelernt, denn das Abendessen im Hotel wurde darin gekocht und serviert. Speisen, die in der Tajine gekocht werden, erinnern vom Geschmack her an die Zubereitung im guten alten  Römertopf. Wir genießen darin gerne Zubereitungen mit Hühnchen oder Fisch zusammen mit Gemüse, nichts verkocht, trotz sonst unterschiedlicher Garzeiten der Zutaten. Aber aufpassen, innen und außen lackierte und glasierte Tajinen sind oft nur Dekostücke zum stylischen Servieren gedacht. Bei den zum Kochen geeigneten Tajinen ist zumindest der Aufsatz innen unglasiert. Details dazu und Kochrezepte findet man bei Interesse zuhauf im Netz.

One-Pot-Pasta (Juni 2018)

Auf der Suche nach einem Pasta Rezept mit Artischocken sind wir beim Googeln auf einen Blog zum Thema One-Pot-Pasta gestoßen und haben schon mehrere Gerichte probe gegessen. Überraschend einfach und obendrein lecker. Da auf Yachten manchmal die Zeit für aufwendige Essenszubereitungen fehlt (nach einem langen Segeltag /oder unterwegs) und wegen der eingeschränkten Energieressourcen, ist diese Kochmethode eine echte Alternative.

Die Zubereitung des Gerichts beträgt nicht mehr als maximal 15 Minuten (Kochzeitlänge der Nudeln). Ungewöhnlich ist, dass alle Zutaten und auch die rohen Pasta zusammen in einen Topf gegeben und kalt aufgesetzt werden. Regelmäßig umrühren und fertig. Wir haben das im Blog vorgestellte Pastagericht mit Artischocken ausprobiert, einfach nur mmmmh..

Bei Interesse findet ihr im Netz Rezepte und Yo-Tube-Filme. Einfach mal ausprobieren.

Nachschlag? (Februar 2018)

Nein, Danke! Ein Spaziergang entlang der Küste führt uns nach Oerias mit seinem Yachthafen. Es gibt da immer interessante Sachen zu sehen und die unterschiedlichsten Schiffe zu bestaunen. Durch den strammen Spaziergang an der frischen Luft stellt er sich schon bald ein und läßt sich nicht mehr ignorieren: schrecklicher Hunger. 

Ein kleines Lokal in der Marina, windgeschützt in der Sonne, wirbt mit einem kleinen Mittagessen, Dorade à Portuguesa und Frango à Bras. Also Fisch und Huhn, da kann eigentlich nichts schief gehen. Unsere Skepsis gegenüber der portugiesischen Küche beiseite schiebend nehmen wir erwartungsfroh Platz und beschließen den einheimischen Gerichten noch eine Chance zu geben. Ein schwerer Fehler – blauäugig und ohne zu googeln hat sich der Skipper auf ein halbes Hähnchen mit Pommes gefreut, die Skipperin hat eine gegrillte Dorade mit Gemüsebeilage erwartet. Serviert wurde gesprengtes Huhn, verrührt mit Pommes und Zwiebeln zu einem Durcheinander (Pampe).

Frango á Bras

Der Fisch war dick mit Zwiebelringen belegt und mit Tomaten überbacken dazu Kartoffelecken in roter Soße. Der Blick des Skippers ist mit Worten nicht wiederzugeben. Beide Gerichte waren schon optisch gewöhnungsbedürftig, der Geschmack war nun ja, wie Pampe eben so schmeckt. Die zuvor gereichte Tagessuppe, eine cremige Bohnensuppe mit dreierlei Bohnen, hätte jede Krankenhausküche als salzarme Diätkost bereichern können. Wir wollen aber dem Chefkoch gegenüber nicht unfair sein; das Lokal war gut gefüllt und die anderen Gäste, überwiegend Einheimische schienen beide Gerichte mit Genuss zu verzehren. Offensichtlich ist unser Geschmacksempfinden nicht mit der hiesigen Küche kompatibel. In der letzten Woche hatten wir Besuch von einem Segler, der sich für unseren Schiffstyp interessiert, er wohnt seit 10 Jahren hier in Cascais und bereitet sich nun auf den Ruhestand mit Segelyacht vor. Bei einem Gang durch den Hafen ist er auf unser Schiff aufmerksam geworden und hat um eine Besichtigung gebeten. Zum Abschluss seines Besuchs haben wir ihn nach einer Empfehlung für eine typische und schmackhafte portugiesische Gaststätte gefragt, er musste lange überlegen und konnte lediglich zwei Lokalitäten benennen, eins im Nachbarort am Strand , das andere in den Bergen! Wir überlegen noch, ob wir es wagen sollen. Auf jeden Fall werden wir uns vorher besser informieren. Speisekarten mit Fotos der Gerichte, die wir bisher als Touri-Kram abgetan haben, sind deutlich in unserem Ansehen gestiegen.

Die portugiesische Küche (Dezember 2017)

Die Geheimnisse der portugiesischen Küche erschließen sich uns wie die portugiesische Sprache nur sehr schwer. Wir sind von ihr bislang nur verhalten begeistert. Hier in Cascais wirbt nur eine Hand voll Lokale mit traditioneller portugiesischer Küche. Ansonsten findet man von Sushi bis Döner und von Pizza und Pommes bis hin zum obligatorischen Hähnchengrill á la Wienerwald (Jardim de Frango) auch alle Spielarten der „Burgerkunst“. Sehr beliebt sind auch im Ganzen gebratene Spanferkel, die dann in Stücke gehackt mit einem Brötchen an speziellen Ständen zum Mitnehmen oder Sofortessen gekauft werden können – sie haben Ähnlichkeit mit unseren Pommes-Buden, die gibt es hier jedoch nicht- nicht mal einen Bratwurststand.

Für den kleinen Hunger zwischendurch – ganzes Spanferkel auf Toast

Uns sind von einem früheren Madeira-Urlaub noch die leckeren Fisch- und Fleischspieße in Erinnerung, doch möchte man hier so etwas essen, muss man vorbestellen. Allgegenwärtig sind Gerichte mit Bacalhau (gesalzener und getrockneter Kabeljau) der nach dem Einweichen in allen denkbaren Varianten zubereitet und wohl auch häufig gegessen wird. Die Trockenfische liegen offen und unverpackt in den Regalen der Geschäfte und Supermärkte. Beim Betreten der Läden sticht uns sein etwas unangenehmer Geruch penetrant in die Nase.

Viele Leute essen ihn als Snack (Bolinhos de Bacalhau) zwischendurch wie bei uns die Fischfrikadelle oder mittags als Auflauf mit Kartoffeln und mit Käse überbacken. Selbstverständlich wird man davon gut satt und er ist vermutlich auch sehr gesund, ein Hit ist das aber nicht.

Pasteis de Bacalhau

Darüber hinaus wird eine große Vielfalt an Frischfisch und alle Arten von Meeresfrüchten angeboten. Bei einigen bedarf es doch einiger Phantasie, Mut oder Experimentierfreude, um Genuss daran zu finden. (Pulpo gehört nicht dazu, meint die Skipperin.)

Im Restaurant werden diese frittiert, gegrillt oder gekocht und ohne Schnickschnack serviert. Insgesamt fehlt es der Küche an Pfiff oder und erscheint uns etwas langweilig. Definitiv wenig was Gaumen und Zunge schmeichelt oder die Geschmacksnerven herausfordert.
Die von uns in Spanien so geliebten Tapas sind hier weitgehend unbekannt. Bei einem unserer letzten Besuche in einem normalpreisigen von Einheimischen betriebenen Lokal sind zum Fleischgericht (als Hauptgang) Kartoffel-Chips serviert worden. Das ist schon gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig. Diese Unsitte greift aber immer weiter um sich, wie wir beobachten konnten. Auffällig ist, dass nur sehr zurückhaltend oder gar nicht gesalzen wird. Pommes werden ohne Salz serviert, selbst das Brot schmeckt so ohne Salz im Teig doch etwas flach. Andere Gewürze oder Knoblauch sind hier weitestgehend unbekannt und kommen selten zum Einsatz. Ausnahme ist hier und da ein Stäubchen Piri-Piri (ähnlich dem Paprikapulver).
Insgesamt ist da ist noch Luft nach oben!
Dagegen sind die Süßwaren ganz oben beim Süßegrad einzustufen. Pasteis de Nata (Puddingtörtchen) oder Mil Folhas (Blätterteig mit Mandeln) sind sehr lecker, aber sehr sehr süß!
Jetzt in der Weihnachtszeit werden überall Bolas Rei, Hefeteigkränze mit Unmengen kandierter Früchte drin und drauf verkauft. Nicht unser Geschmack, von den Einheimischen aber sehr geschätzt.

Bolo Rei – Weihnachtskranz


 

Tapas – machen mich noch fertig (19. Oktober 2017)

Tapas sind kleine Appetithäppchen, die hier in Spanien in Bars oder Cafés zum Bier oder Wein gereicht werden. Da gibt es die unterschiedlichsten Kreationen, von einfach wie Oliven pur oder Gebäck, die kostenlos zum bestellten Getränk dazu gereicht werden, 

Standardgedeck

bis hin zu ausgefallenen Küchenkreationen, die man aus der Karte extra bestellt.

Gerade sogenannte Tapas-Bars bieten vom Geschmack her eine 5 Sterne Küche, wobei sich vor dem Besuch eine Reservierung empfiehlt.

Viele Kleinigkeiten stammen aus dem Meer und werden fritiert oder mit Öl-Essig-Dressing serviert. Die Gewürze beschränken sich auf grobes Meersalz und Pimentos, (Paprikapulver), Knoblauch wird nicht verwendet.

 Ein Körbchen frisches Brot gehört wie in Frankreich immer dazu. So gut wie allen gemein ist, dass sie nicht nur sehr lecker schmecken, sondern auch sehr nahrhaft sind. Daher bildet sich schnell „Hüftgold“ und wenn man nicht aufpasst, sitzt man plötzlich ziemlich stramm im Fell.
Wir achten beim Besuch von Tapas-Bars daher vermehrt auf einen hohen Fischanteil bei den Knabbereien.

Fischli

 

Leckere Krebsscheren aus der Bretagne (5. September 2017)

Krebsscheren aus der Bretagne

Wie isst man Krebsscheren? – Mit Hammer und Meißel!
Die Krebsscheren werden zunächst in Wasser gekocht. Das schmackhafte Muskelfleisch ist voll gepanzert. Bei Krebsen dieser Größe ist ein auseinander brechen mit den Händen nicht möglich, da muss man schon grobe Gewalt mit dem Hammer anwenden. Die Schalen sind mehrere Millimeter dick und erinnern an Porzellan oder Steingut. Dafür ist das Fleisch um so weicher und zerfällt in kleine Segmente wie bei Zitrusfrüchten. Wir haben es mit einer leckeren Aoli-Soße dazu Baguette und einem Glas Wein genossen.

Rohe Gewalt

Miesmuschel Essen in Zeebrügge (15. August 2017)

In Zeebrügge sind wir nur auf der Durchreise. Wir sind erst morgens um 7 im Hafen eingelaufen und haben nach ein paar Mützen Schlaf Lust auf Landgang.
Der Ort ist etwas spröde und erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Bemerkenswert ist die Anzahl der Fischrestaurants. Da sind wir dabei, auch wenn der Skipper eher auf MehrSchwein steht. Doch bei Miesmuscheln macht er schon mal eine Ausnahme.

The Boathouse
Tageskarte

Das kleine Boathouse in zweiter Reihe des Hafens lockt auf seiner Tageskarte mit leckeren Miesmuscheln. Kurz entschlossen kehren wir ein. Der Familienbetrieb bringt die Fänge der Fischer direkt auf den Teller.
So schlemmen wir richtig „schweineleckere“ (Lob des Skippers) Muscheln.

Mosselen Room

16. April 2017

Im Paradies
Zum Abschluss unserer Urlaubstage an der Ardeche sind wir im Paradies gelandet. Und das kam so: Ab und zu gönnen wir uns ein nettes Abendessen in einem guten Restaurant. Es ist dabei oft gar nicht so einfach, ein solches zu finden. Besonders in Orten mit deutlich touristischer Ausrichtung überwiegen Pommes, Pizza und Kebab auf den Speisekarten der Lokale. Also schlendern wir durch die kleinen Nebengässchen, die nicht so aufgehübscht sind – so auch in Vallon-Pont-D’Arc. Ein kleines Schild weist auf den Jardin D’Eden, das macht uns neugierig, wenn auch die sparsame Straßenbeleuchtung eher Vorsicht walten lassen sollte. Doch bald schon stehen wir davor – das Restaurant wirkt ungewöhnlich einladend. Ein kleines ehemaliges Dorfkino ist mit pfiffigen Accessoires zum Speiseraum umgebaut worden. Vom Eingang wird der Blick sofort in einen kleinen üppig grünen Innenhof gelenkt. Die Speisekarte ist ansprechend übersichtlich, das bedeutet meist, dass alles frisch zubereitet wird. Wir bestellen ein komplettes Menü und sind schlichtweg begeistert. Das junge Kochteam hat ganze Arbeit geleistet. Das Servicepersonal war frisch und natürlich. Die Preise ausgesprochen angenehm. Bleibt zu hoffen, dass sich das kleine Team in Zukunft behaupten kann. Wir würden unbedingt wieder dort essen gehen. Bestimmt ist der eine oder andere jetzt neugierig geworden!
Jardin D’Eden, 185 tue Henri barbusse, Vallon-Pont-D’Arc