Ein Jahr unterwegs

Unser Traum ist wahr geworden. An unserem ganz speziellen Jahrestag liegen wir in der spanischen Bucht von Aguilas vor Anker und wie am ersten Tag unseres Abenteuers heißt es: Zwick mich mal, ich kann es kaum glauben! So haben wir uns das vorgestellt – blaugrünes klares Wasser, Fische tummeln sich unterm Boot, wir schwimmen und schnorcheln so oft im Wasser wie wir wollen.

Insgesamt sind alle Tage im vergangenen Jahr nach dem Motto abgelaufen, das zu tun worauf wir Lust haben. Wir beide haben ein ausgefülltes Berufsleben hinter uns und nicht geglaubt, dass man alles so einfach hinter sich lassen kann. Klar haben wir uns das oft gewünscht – doch wie sich das anfühlt, einfach frei seine Tage zu gestalten, haben wir uns nicht vorstellen können. Letztendlich sind wir ins „kalte Wasser“ gesprungen. Unser Resümee nach einem Jahr – alles richtig gemacht. Unsere anfängliche Skepsis über unsere Reise in einem öffentlichen Blog zu berichten, hat sich schnell gelegt. Wir stellen heute fest, dass wir mit unseren Aufzeichnungen vielen Lesern Freude machen. Ein herzliches Danke an dieser Stelle für die vielen positiven und oftmals amüsanten Kommentare und Rückmeldungen aus der Leserrunde, auch wir lachen gern. Der angenehme Effekt für uns ist, dass auch wir selbst nachlesen können, was wir so erlebt und gesehen haben. Aus der Erinnerung bekäme man die Fülle an Ereignissen gar nicht mehr hintereinander. Jetzt sitzen wir in der Abendsonne im Cockpit unseres 25 qm kleinen schwimmenden Zuhauses und schauen aufs Meer, im Hintergrund die Ausläufer der Sierra Nevada, Columbia schaukelt leicht, leise surrt der Windgenerator. Vom Ufer klingt Musik und Lachen herüber. Perfekt!

Wir haben das Glück zu zweit zu sein und stecken noch immer voller Pläne. Wie ist der Plan für das zweite Jahr unterwegs? Bisher hatten wir es nicht für möglich gehalten, dass es in den südlichen Ländern überhaupt eine Winterpause für Segler gibt. Doch die Wetterbedingungen lassen auch hier nur kleine Etappen zu, ansonsten suchen sich die Langfahrtsegler einen festen Hafen um dort die Wintermonate zu verbringen. Der sollte möglichst in südlichen Breitengraden liegen, denn für Kälte, Eis und Schnee sind die meisten Yachten, so auch Columbia nicht so geeignet. Zur Zeit sind wir in Spanien unterwegs, wir wollen die Küste rauf bis Barcelona segeln und die Balearen im Herbst besuchen. Dort, wo es uns besonders gut gefällt, werden wir dann unsere Winterpause verbringen. Doch Planungen sind auch dazu da, wieder über den Haufen geworfen zu werden. Wer weiß, wohin der Wind uns weht.

One Comment

  1. Monika

    Zum ganz speziellem Jahrestag……..Glueckwunsch und die besten Wuensche fuer,s zweite Abenteuerjahr. Wie immer sehe ich den anschaulichen und beneidenswerten Berichten mit Spannung entgegen !!!
    Wie sagt man…….weiter gute Fahrt und eine Handbreit unterm Kiel ! ?
    Gruesse aus der sonnigen Heimat,
    Monika

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